Frau mit Schirm



Partizipation und Nomenklatura


Wer das "Info-Pack" für neue Mitglieder betrachtet,
der findet unter "Geschäftsordnung" eine Vertragsklausel,
die für Einrichtungen des bürgerschaftlichen Engangements
eigentlich selbstverständlich ist.

Dort steht:
"Alle Mitglieder, die mitarbeiten wollen,
können dies in den Arbeitsgruppen und dem Aktiventreffen tun."

Um es gleich zu sagen: Es stimmt nicht.

Wahr ist, dass sich die selbsternannten "Aktiven"
"ihre" Mitarbeiter selbst aussuchen.

Wer in den erlauchten Kreis der "Aktiven" aufsteigen möchte,
tut gut daran, jemandem der schon drin ist,
schöne Augen zu machen oder andere Zuwendungen.

Wer im Kreis der "Aktiven" ist,
kann sich Lohn von "den Systemkonten" überweisen.

6 der 7 reichsten Mitglieder im KTR,
-Spitzenvermögen 4000 Kreuzer- 
sind sog. "Aktive".

Dabei ist die hohe Fluktuation von Mitgliedern ein Vorteil für die reichen "Aktiven",
da Neumitglieder aus Unkenntnis der fast vollständig fehlenden Deckung
leichter zur Hergabe von Leistungen zu bewegen sind,
die dann mit den aus "den Systemkonten" stammenden Schüttelschecks bezahlt werden.

Nun gilt in unserem Rechtsstaat der Satz:
"pacta sunt servanda":
Verträge sind einzuhalten.

Der Satz gilt auch für Verträge, die Demokratie versprechen.

Und er gilt auch für den Vertragspartner KTR,
der dafür reichlich Euro und Kreuzer einsackt.

Doch wer will Demokratie mit Hilfe ein ordentlichen Gerichts erzwingen ?
Möglicherweise macht der Rechtsstaat vor dem Nachbarschaftshaus Urbanstrasse halt.

Die offizielle Anschrift des KTR lautet:
"Kreuzberger Tauschring im Nachbarschaftshaus Urbanstrasse e.V."

Möglicherweise hat es noch niemand probiert.

Das demokratische Problem ist maßgeblich verursacht
vom wirtschaftlichen Interesse der reichen "Aktiven".